Infusionen / Injektionen / Mesotherapie von Anregung und Lockerung über Schmerz bis hin zum Vitaminmangel - effektive Therapien
Bei Mangelzuständen oder einer akuten Symptomatik kann es sinnvoll sein, die orale Gabe von Medikamenten anfangs durch Injektionen zu unterstützen (z. B. bei Vitaminmangel).
Auch Injektionen in Schmerzbereiche als spezielle Schmerztherapie, Akupunkturpunkte oder Reflexzonen können Therapien zusätzlich unterstützen.
Viele Injektionstherapien können intramuskulär durchgeführt bzw. verabreicht werden.
Beispiele hierfür sind:
- Aufbau-Kur zur Aktivierung und Regeneration
- Nerven-Kur bei Stress und Erschöpfung
- Herz-Kur zur Kräftigung des Herzens
- Gefäß-Kur für gesunde Blutgefäße und gute Durchblutung
- Verdauungs-Kur für Darm und Leber
- Magen-Darm-Kur bei Reizmagen und -darm
- Immun-Kur bei Abwehrschwäche und häufigen Infekten
- Blasen-Kur bei Harnwegs- und Blasenentzündungen
- Reizblasen-Kur bei überaktiver Blase
- Wechseljahres-Kur bei klimakterischen Beschwerden
- Vital-Kur bei altersbedingten Vitalitätsstörungen
- Gelenk-Kur bei Entzündungen der Gelenke
- Allergie-Kur zur unspezifischen Desensibilisierung
Informationen zur Mesotherapie
In der Mesotherapie werden mit feinen, kurzen Nadeln oder einer speziellen Mesotherapiepistole individuell zusammengestellte Medikamente und Wirkstoffe direkt in die Haut im zu behandelnden Bereich injiziert. Die minimalinvasive Methode verbindet Grundlagen der Akupunktur, der Neuraltherapie, der Arzneitherapie und nutzt das Prinzip der Reflexzonen. Durch ihre Wirkweise ist sie besonders schonend und wird bei verschiedenen akuten und chronischen Erkrankungen sowie in der ästhetischen Medizin eingesetzt.
Wirkweise
Die Wirkung der Mesotherapie basiert auf der gezielten lokalen Anwendung von verschiedenen Wirkstoffen sowie dem stimulierenden physikalischen Effekt der Nadelung. Die Mikroinjektionen erfolgen in bestimmte Akupunktur- und Reaktionspunkte. Dabei entsteht ein Hautdepot mit den Wirkstoffen, die nach und nach abgegeben werden, was einen schnellen und gleichzeitig anhaltenden Effekt gewährleistet. Injiziert wird eine individuell zusammengestellte Kombination verschiedener Arzneien, Vitamine, homöopathischer und pflanzlicher Mittel, die sich gegenseitig verstärken und ergänzen. Aufgrund der potenzierten Wirkung und der lokalen Anwendung bleiben die verwendeten Wirkstoffmengen äußerst gering. Die nur wenige Millimeter tiefen Stiche regulieren die Abwehrkräfte, indem sie die Immunzellen der Haut modulieren. Sie steigern die Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Bindegewebes, das Gewebe wird stimuliert, körpereigene Endorphine und entzündungshemmende Substanzen werden freigesetzt.
Durch die Anregung der Mikrozirkulation sowie durch Diffusionsprozesse gelangen die Substanzen unmittelbar in den erkrankten Bereich und auch in tiefer liegende Strukturen wie Muskeln und Gewebe, aber kaum in den Blutkreislauf. Das macht die Mesotherapie besonders schonend, denn die ohnehin geringen Dosen belasten den Organismus nicht unnötig. Bei korrekter Anwendung, die nur durch geschulte Ärzte oder Heilpraktiker stattfinden darf, zeigt die Behandlung nahezu keine Nebenwirkungen oder Komplikationen und ist auch für Kinder und Schwangere geeignet.
Junge Disziplin aus Frankreich
Die Mesotherapie wurde vom französischen Arzt Michel Pistor (1924 – 2003) erfunden und als Begriff erstmals 1958 erwähnt. Seitdem hat sich die Methode weltweit etabliert und wurde durch das wissenschaftliche Netzwerk der einzelnen nationalen Mesotherapie-Gesellschaften weiterentwickelt und perfektioniert.
Das Wort Meso (griech.: mittel) nimmt Bezug auf das Mesoderm, welches in der dritten Entwicklungswoche des Menschen als mittleres Keimblatt entsteht und aus dem heraus sich u.a. Haut und Bindegewebe entwickeln, jene Bereiche, die Ziel der Mesotherapie sind. Man kann also auch von einer Matrix-Therapie sprechen, d.h. es werden neben der gezielten lokalen auch regulatorische Wirkungen auf das Gesamtsystem erreicht.
Kurative Anwendungsgebiete
Die Erkrankungen, bei denen die Mesotherapie Linderung oder Heilung bringen kann, sind zahlreich und stammen aus praktisch allen Gebieten der Medizin. Oft handelt es sich um Problemfälle, denen anders nicht oder nur unzureichend geholfen werden kann.
Durchblutungsstörungen und Wundheilungsstörungen
Durch die Verbesserung der Mikrozirkulation im Gewebe gibt es gute Ergebnisse bei arteriellen und venösen Durchblutungsstörungen bis hin zum Ulcus cruris oder Dekubitus sowie bei schlecht heilenden Wunden oder schlechter Narbenbildung (z.B. Keloid, Schwangerschaftsstreifen).
Rheumatische Erkrankungen, Arthrose
Chronische Gelenk- und Wirbelsäulen-Erkrankungen mit und ohne Nervenschmerzen sprechen hervorragend auf die Mesotherapie als Schmerzbehandlung an.
Die Diagnose einer Arthrose wird in erster Linie durch die körperliche Untersuchung, die typischen Bewegungseinschränkungen und die lokalen Schmerzmuster gestellt. Ein radiologisch sichtbarer, altersgemäßer Gelenkverschleiß ist nicht ausschlaggebend, da ihm kein Krankheitswert zukommt. Der Gelenkknorpel besitzt wie die Bandscheibe im Alter keine eigene Gefäßversorgung und wird nur durch Diffusion ernährt. Daraus folgt, wie wichtig eine regelmäßige Bewegung und Benutzung der Gelenke ist, um unsere Puffergewebe gesund zu erhalten. Gelenkschonende Sportarten wie Nordic Walking, Radfahren, (Wasser-) Gymnastik; oder auch regelmäßige Spaziergänge sollten am besten abwechselnd und mehrfach die Woche ausgeübt werden. Besonders wichtig für die am häufigsten betroffenen Kniegelenke ist eine Gewichtsreduktion bei Übergewicht bereits 5-10 Kilo weniger können die Schmerzen verschwinden lassen. Als schmerzlindernde Sofortmaßnahme haben sich bei allen Arten von Gelenkarthrosen, besonders aber auch bei den sonst schwierig zu behandelnden Fingergelenksarthrosen, die lokal gezielten Mikroinjektionen der Mesotherapie äußerst gut bewährt. Je früher behandelt wird, desto schneller sind Erfolge zu verzeichnen. Dank ihrer synergistischen Wirkkomponenten hilft die Mesotherapie aber auch bei fortgeschrittenen oder erfolglos vorbehandelten Fällen. Durch die gezielten Mini-Injektionen in die Haut über dem schmerzenden Bereich können die medizinischen Wirkstoffe direkt an die betroffenen Strukturen des Gelenks gelangen und dort ohne Umwege und Wirkungsverlust aktiv werden.
Untersuchungen französischer Ärzte haben den Beweis erbracht, dass radioaktiv markierte Wirkstoffe sich nach einer Mesotherapie intraartikulär, also im Inneren des Gelenks, nachweisen lassen. Auf der Basis eines lokalen Betäubungsmittels kommen die passenden homöopathischen Komplexe, Durchblutungsmittel, ein Antirheumatikum sowie Calcitonin als Knorpel- und Knochenstoffwechsel regulierendes Medikament in geringen Dosierungen zum Einsatz. Ziel ist es, die entzündlichen Schübe der Arthrose-Erkrankung aufzuhalten, die Gelenkfunktion wiederherzustellen und natürlich die Schmerzen zu lindern. Die Arzneimittelwirkstoffe gelangen unmittelbar an den Krankheitsherd, ohne den Umweg über Magen und Darm, wie bei einer Tabletteneinnahme, nehmen zu müssen. Damit entfallen auch die mit einer systemischen Behandlung einhergehenden unerwünschten Nebenwirkungen. Und eine Operation als Ultima Ratio rückt hoffentlich in weite Ferne.
Sportverletzungen und Überlastungsschäden
Eines der Haupteinsatzgebiete der Mesotherapie: von der Hausfrau bis zum Spitzensportler sind Sehnenentzündungen (z.B. Tennis-Elbow, Tendinits der Achillessehne) verstauchte Knöchel, Prellungen und Zerrungen an der Tagesordnung.
Abwehrschwäche, Infektanfälligkeit, wiederholte Infekte
Bei chronischen Infekten, etwa der Atemwege oder des Harnwegs, und Abwehrschwäche kann das Immunsystem stimuliert werden.
Stress, Erschöpfungszustände, Schlafstörungen, Burn-out
Bei psychosomatischen Störungen wie Stresserscheinungen, Nervosität, Burnout-Syndrom Schlaflosigkeit oder depressiven Verstimmungen kann zur Unterstützung die Mesotherapie mit Erfolg eingesetzt werden.
Kopfschmerzen und Migräne, Schmerzbehandlung
Gute Erfolge erzielt die Mesotherapie auch bei Migräne, Spannungskopfschmerz, Okzipitalsyndrom, Gesichtsneuralgien, Schwindel oder Tinnitus.
Rückenschmerzen - spezielle Schmerztherapie
Rückenschmerzen kennt fast jeder: 80 Prozent der Deutschen haben mindestens einmal im Leben mit dem Rücken zu tun. Meist ist es nichts Ernstes, aber die Schmerzen sind der zweithäufigste Grund für Arztbesuche (nach Erkältungen) und der häufigste Grund für Krankschreibungen. Das Volksleiden Nr. 1 kostet die Volkswirtschaft jährlich 50 Milliarden Euro, von dem oft chronisch verlaufenden persönlichen Leiden gar nicht zu reden. Hinter den Diagnosen unspezifisches Hals-, Brust- oder Lendenwirbelsäulensyndrom, degenerative Wirbelsäulen-Symptomatik oder Hexenschuss verstecken sich in über 80 Prozent erstmal „nur“ Muskelverspannungen und die altersüblichen Verschleißerscheinungen, die für sich genommen aber keine Beschwerden machen. Bandscheiben sind nur in drei bis fünf Prozent der Rückenschmerzen ursächlich beteiligt.
Unsere knöcherne Körperachse wird von 150 Muskeln und einem komplexen Geflecht von Bändern und Sehnen aufrecht gehalten. Werden diese im Berufsleben ständig einseitig belastet oder dauerhaft unterfordert, machen sie immer häufiger schon in jungen Jahren unangenehm auf sich aufmerksam. Kommen noch Dauerstress, Angst und Sorgen hinzu, wird neben dem sportlichen Trainingsprogramm mit Dehn- und Kräftigungsübungen noch eine psychosomatisch-psychosoziale Betreuung notwendig. Für die medizinische „Erstversorgung“ hat sich die Mesotherapie äußerst gut bewährt.
Akutbehandlung von Rückschmerzen mit Mesotherapie
Je früher behandelt wird, desto schneller sind Erfolge zu verzeichnen. Dank ihrer synergistischen Wirkkomponenten hilft die Mesotherapie aber auch bei schweren oder erfolglos vorbehandelten Fällen. Durch die gezielten Mini-Injektionen in die Haut über dem schmerzenden Bereich können die medizinischen Wirkstoffe direkt an die betroffenen Strukturen des Halteapparates gelangen und dort ohne Umwege und Wirkungsverlust aktiv werden. Auf der Basis eines lokalen Betäubungsmittels kommen die passenden homöopathischen Komplexe, Durchblutungsmittel und ein Muskelrelaxans in niedriger Dosierung zum Einsatz.
Cortison wird in der Mesotherapie grundsätzlich nicht verwendet, wegen der Gefahr für Infektion oder Hautnekrose, aber auch um die körpereigenen Reparaturmechanismen nicht zu blockieren. Dagegen wird dem Cocktail ein Tropfen eines Antirheumatikums zugefügt, wenn die Schmerzen einen entzündlichen Charakter haben. Tabletten oder Salben werden dadurch meist unnötig, die Belastung des Organismus ist äußerst gering.
Die Wirkung setzt innerhalb weniger Minuten ein und ist durch die Bildung eines Hautdepots mit quasi kontinuierlicher Wirkstofffreigabe oft auch anhaltend. Die Sitzungen können mit mindestens einer Woche Abstand je nach Bedarf wiederholt werden. Eine physiotherapeutische oder osteopathische Unterstützung kann jederzeit kombiniert werden. Durch ein derartiges ganzheitliches Behandlungskonzept in Verbindung mit den entsprechenden Lebensstiländerungen haben unsere Patienten die besten Chancen auf ein zukünftig rückenschmerzfreies Leben.
Gynäkologie
Auch hier finden sich äußerst dankbare Anwendungsmöglichkeiten für die Mesotherapie, sei es bei Dysmenorrhoe, Pelvipathia spastica, Reizblase, rezidivierenden Infektionen oder weiblicher Infertilität.
Zigarettenentwöhnung
Die Mesotherapie bietet ein stimmiges Konzept zur Raucherentwöhnung. Hierbei erfolgen die Mikroinjektionen in bestimmte Akupunkturpunkte, was zu einer augenblicklichen Aversion führt.
Mückenschutz
Ein ganz anderer präventiver Anwendungsbereich der Mesotherapie ist der Schutz vor Stechmücken im Sommer. Geringe Mengen Vitamin-B-Komplex werden oberflächig in die Haut von Arme, Beine und Nacken eingebracht. Der kaum wahrnehmbare, aber veränderte Hautgeruch hält Mücken fern. Der Schutz wirkt umgehend, ist ungefährlich, hält bis zu sechs Wochen an und macht ein ständiges Einsprühen oder Einreiben von chemischen Mückenschutzmitteln überflüssig. Auch auf die zum Teil gesundheitlich bedenklichen Raumbehandlungen (z.B. künstliche Pyrethroide) kann man damit verzichten.
Präventive Anwendungsgebiete der Mesotherapie
Die Mesotherapie kann helfen, das Immunsystem anzuregen und zu stärken, um Krankheiten oder Beschwerden vorzubeugen. Dazu werden stark verdünnte unspezifische Wirkstoffe in die Haut an bestimmten Akupunktur- und Reaktionspunkten injiziert. Die weniger als einen Millimeter tiefen Stiche regulieren die Abwehrkräfte, indem sie die Immunzellen der Haut modulieren. Sie steigern die Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Bindegewebes, das Gewebe wird stimuliert, körpereigene Endorphine und entzündungshemmende Substanzen werden freigesetzt.
z. B. bei
Atemwegsinfekten (z.B.: Bronchitis, Sinusitis, Pharyngitis) und
Pollenallergien